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SPD-Fraktion verurteilt antisemitische Vorfälle in Bremerhaven


SPD verurteilt antisemitische Vorfälle in Bremerhaven

Günthner: „Heraus kommt die alte rechtsextreme Fratze“

Vertreter der SPD-Bürgerschaftsfraktion haben sich heute in Bremerhaven mit Mitgliedern der jüdischen Menorah-Gemeinde getroffen, um sich über die antisemitischen Vorfälle der letzten Tage in der Seestadt auszutauschen. Martin Günthner und Kevin Lenkeit verdeutlichten gegenüber dem Vorsitzenden der Gemeinde, Mircea Ionescu, dass die SPD diese Vorgänge „auf das Schärfste“ verurteile. In Anbetracht der Relativierung der Shoa durch Plakate in Schaufenstern in der Lessingstraße und auf sogenannten Spaziergängen von Querdenkern forderten die beiden Sozialdemokraten auch ein härteres Vorgehen gegen volksverhetzende Inhalte.

„Millionen vergaste und erschossene Juden gleichzusetzen mit dem Tragen von FFP2-Masken und Impfungen reißt den Protesten die Maske vom Gesicht – und heraus kommt die alte antisemitische und rechtsextreme Fratze“, erklärte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Günthner zu den Vorfällen auf „Spaziergängen“.

 

Lenkeit startet Initiative in Innendeputation

Ebenso deutlich kritisierten die Sozialdemokraten die „Nur für Weiße“-Plakate in Anlehnung an das rassistische Apartheidregime in Südafrika, welche in Bremerhaven gezeigt wurden. „Diese ekelhafte Kombination aus Antisemitismus und Rassismus zeigt, wie es um die Radikalisierung vieler Menschen rund um diese Spaziergänge steht“, betonte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Kevin Lenkeit. Die Fraktion habe die Vorfälle zum Anlass genommen, eine Berichtsbitte in der bremischen Innendeputation zu den Vorfällen in der Lessingstraße zu stellen.

„Wir erwarten zukünftig ein schnelleres Eingreifen, wenn solche Plakate in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Sie machen deutlich, dass es bei angeblichen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen nicht um die Pandemie, sondern um das Propagieren einer menschenverachtenden Ideologie geht.“

Vor diesem Hintergrund müsse auch die laufende Gedenkaktion des jüdischen Weltkongresses „We Remember“ nicht nur ein mahnender Blick zurück, sondern Auftrag für die Zukunft sein. „Antisemitismus, Holocaustleugnung und die Verharmlosung der Shoa werden wir immer strikt entgegentreten und bekämpfen“, so Lenkeit abschließend.

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