Ausbildung

 

Umsetzung der Lernfelder in den Bildungsgängen der Berufsschule


Seit 1996 werden bei allen Neuordnungen von Ausbildungsberufen die Rahmenlehrpläne der Kultusministerkonferenz kompetenzorientiert gestaltet und in Lernfeldern strukturiert. Damit wurde im Berufsschulunterricht in der dualen Ausbildung die herkömmliche Aufteilung in Fächer aufgehoben. Gemäß den geänderten Rahmenlehrplänen wurden die berufsbezogenen Fächer je nach Ausbildungsberuf in 10 bis 18 Lernfelder aufgegliedert, die sich an realen betrieblichen Handlungssituationen und Geschäftsprozessen orientieren. Um die Handlungskompetenz und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen stärker zu fördern, lernen die Auszubildenden im Lernfeld in didaktisch gestalteten Lernsituationen nach dem „Modell der vollständigen Handlung“. Berufsübergreifende Fächer wie Deutsch, Fremdsprachen und Politik ergänzen den Unterricht in den Lernfeldern und sind berufsspezifisch ausgerichtet.

Damit die Leistungen der Auszubildenden in den Zeugnissen angemessen abgebildet werden, muss eine Benotung derselben ebenfalls nach Lernfeldern erfolgen. Nur so bieten die Zeugnisse die notwendigen Informationen sowohl für die Auszubildenden selbst als auch für die Betriebe.

In Bremen wurden erst mit der letzten Änderung der Zeugnisverordnung die Lernfelder den Fächern formal gleichgestellt, um sie in Zeugnissen ausweisen zu können. Bei allen Ausbildungsberufen, die seitdem neu geordneten sind, müssen die Lernfelder im Zeugnis stehen und benotet werden. Bei allen anderen Berufen können noch bis zu einer Neuordnung wie bisher mehrere Lernfelder zu „Lernfeldbündeln“ zusammengefasst und als Fächer im Zeugnis benotet werden.

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