Verkehr

 

Ist die Verkehrsinfrastruktur im Nordwesten ausreichend?


Die Hansestadt Bremen ist ein ebenso vitaler wie bedeutender Wirtschaftsstandort. Nicht nur große Industriebestriebe, auch die Hafenwirtschaft und etliche Unternehmen der Logistikbranche tragen deutlich zum wirtschaftlichen Erfolg der Bundesrepublik und des Landes Bremen bei. Die Erreichbarkeit des Standorts, der Zu- und Abfluss von Gütern und Waren muss dabei stets gewährleistet sein und zukunftsorientiert um- oder ausgebaut werden, um im Wettbewerb mit nationalen und internationalen Konkurrenten bestehen zu können.

Für die Zukunft des Zwei-Städte-Staates ist es daher überlebenswichtig, dass die verkehrliche Anbindung – sowohl auf Straßen als auch auf Schienen- und Wasserwegen – gesichert ist.

Die Vollendung des Autobahnringes durch die Autobahn A 281 ist für Bremen von zentraler wirtschaftspolitischer Bedeutung. Denn mit der A 281 werden der Flughafen, das Güterverkehrszentrum und der Neustädter Hafen direkt an das bundesdeutsche Autobahnnetz angebunden. Darüber hinaus eröffnet dieser Autobahnring die Möglichkeit einer sternförmigen Erschließung der zentralen Stadt und damit auch die Minimierung der Verkehre durch das Stadtgebiet. Entscheidend für diese Funktion der A 281 ist die Schließung des Autobahnringes um Bremen herum, die Verbindung von A 1 und A 27, die zeitnahe Fertigstellung des geplanten vierten  Bauabschnitts, die Weserquerung.

Für den gesamten Wirtschaftsraum ist die Lage an einer europäischen Magistrale wie der A 1 von unschätzbarem Wert. Dies gilt jedoch nur, solange diese Verbindung auch leistungsfähig ist, was im Falle der überlasteten A 1 inzwischen nur noch bedingt gegeben ist.

Die Weiterführung der A 20 westlich der Elbe ist eines der wichtigsten Infrastrukturvorhaben in Norddeutschland, da sie als Magistrale den Sackgassencharakter der A 29 und A 27 und die Trennwirkung von Weser und Elbe aufheben wird. Die A 20 ist der zentrale deutsche Abschnitt eines transeuropäischen Nordost-Korridors. Damit kann sich die Lage  Nordwestdeutschlands zu einer europäischen Zentrallage entwickeln. Für die gesamte regionale Wirtschaft würde die A 20 eine völlig neue Standortqualität bedeuten. Die Weiterführung der A 20 durch Schleswig-Holstein zu einer Elbquerung westlich von Hamburg und weiter durch das nordwestliche Niedersachsen mit einer  Weserquerung südlich von Bremerhaven ist im Planungsstadium.

Es muss daher in Bremens dringendem wirtschaftlichen Interesse liegen, den zügigen Aus- und Weiterbau der genannten Projekte zügig voranzutreiben.

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