Verlängerter Unterhaltsvorschuss: „Entlastung für Alleinerziehende ist überfällig!“


Künftig soll der Staat bis zum 18. Lebensjahr den Unterhalt vorstrecken, wenn der Ex-Partner für den gemeinsamen Nachwuchs nicht zahlt. Bisher waren Alleinerziehende nach sechs Jahren Leistungsbezug und spätestens nach dem zwölften Lebensjahr des Kindes auf sich allein gestellt. „Damit ist nun endlich Schluss: Die Neuregelung, die auf eine Initiative der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zurückgeht, wird Alleinerziehende deutlich entlasten – und das ist überfällig!“, betont der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Klaus Möhle.

Der Sozialpolitiker macht zudem klar: „Die Neuregelung darf keineswegs als ‚Freifahrtschein für säumige Väter‘ missverstanden werden: Wer zu Unterhaltszahlungen verpflichtet ist, darf sich nicht drücken oder darauf verlassen, dass der Staat schon einspringt. Im Gegenteil: Der Staat muss das Geld von denjenigen, die trotz Verpflichtung keinen Unterhalt zahlen, mit Entschlossenheit zurückfordern.“ Man dürfe schlicht nicht hinnehmen, wenn Väter – oder sehr selten Mütter – ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen: „Säumige Zahler müssen deutlichen Druck spüren. Letztlich ist es auch eine moralische Pflicht, für Kinder, die man erzeugt hat, Verantwortung zu tragen!“

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