Stadtentwicklung

 

Neues Leben in verwaisten Gebäuden?


Besonders sozial Schwächere haben es nicht leicht auf dem Bremer Wohnungsmarkt. Alleinerziehende, Studierende, Geflüchtete, Empfängerinnen und Empfänger von Transferleistungen und ältere Menschen sehen sich zunehmend wachsender Konkurrenz bei der Suche nach preiswertem Wohnraum ausgesetzt.

Neben den vielen Neubauprojekten lohnt daher auch ein Blick in den vorhandenen Gebäudebestand, dessen ursprüngliche Zweckbestimmung nicht mehr zeitgemäß ist. Manche dieser Gebäude werden daher kurzfristigen Zwischennutzungen zugeführt oder stehen sogar leer.

Bremen hat bereits mit dem Bündnis für Wohnen, einer Sozialwohnungsquote bei größeren Neubauvorhaben, einem forciertem Ausbau von Studierendenwohnheimplätzen und anderen Optionen vorausschauend reagiert, manche der geplanten Maßnahmen harren aber noch der Umsetzung. So will die Stadt das verwaiste Bundeswehrhochhaus und die leer stehende Scharnhorst-Kaserne kaufen, um hier neuen Wohnraum zu schaffen und auch das ehemalige Hauptzollamt wäre – nach Auszug der dort bisher untergebrachten Geflüchteten – als Azubi- oder Studierendenwohnheim geeignet.