Straßensperrung „Am Wall“: SPD-Fraktion sieht Durchführung kritisch


Wagner: „Es geht hier einmal mehr um die Attraktivität unserer Innenstadt“

Die SPD-Fraktion hat sich zur Art und Weise der Sperrung der Straße „Am Wall“ zwischen Herdentor und Ostertorstraße kritisch geäußert. „Das ist nicht gerade optimal gelaufen, das muss man leider sagen“, so Falk Wagner, stadtentwicklungspolitischer Sprecher.

„Wir bedauern, dass die Kommunikation der Verkehrsbehörde mit den Geschäftsleuten nicht ausreichend war, ganz unabhängig von der Beschlusslage. Die Sorgen der Geschäftsleute um Verwirrung über die Erreichbarkeit des Walls kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft nehmen wir ernst. Da erwarten wir mehr Umsichtigkeit von der Verkehrsbehörde“, so Wagner weiter. „Klar ist: Alle Geschäfte am Wall bleiben voll erreichbar, auch mit dem Auto.“ Hintergrund der Sperrung ist die Einrichtung einer Einbahnstraße für Autos, um ein Stück des „Walls“ zunächst temporär zur Fahrradroute zu machen.

Der SPD-Abgeordnete betonte ferner, dass die vorgesehene Fahrradroute so, wie sie im vergangenen Jahr auf Bildern der Behörde zu sehen war, nicht gebaut werden könne. Die künftige Premium-Route müsse für Fußgänger gut querbar sowie für Rettungsfahrzeuge befahrbar sein. Der zusätzliche Platz solle aus Sicht der SPD zudem nicht allein der Breite der Fahrradroute zugeschlagen werden, sondern auch zugunsten einer Verbreiterung des Fußwegs genutzt werden. Wagner: „Wir wollen mehr Boulevard-Charakter für den Wall, für mehr Leben vor den Geschäften und Restaurants.“

Darüber hinaus appellierte der Sozialdemokrat, den Verkehrsversuch während des Weihnachtsgeschäfts auszusetzen, damit den dortigen Geschäftsleuten die Sorge um ihr Weihnachtsgeschäft genommen werden könne. „Wie an so vielen Stellen in der City geht es hier einmal mehr um die Attraktivität unserer Innenstadt – und die Verkehrspolitik muss sich darin einordnen.“

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