Soziales

 

Welt: „Entgelte in Werkstätten für behinderte Menschen dauerhaft absichern“


„Die Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen sind von den Auswirkungen der Corona-Pandemie in ganz besonderem Maße betroffen“, erklärt Holger Welt, Sprecher für die Belange von Menschen mit Beeinträchtigung der SPD-Fraktion, und führt aus: „Zunächst waren viele Werkstätten geschlossen, nun konnten sie schrittweise wieder öffnen, häufig aber nicht in gewohntem Umfang die Arbeit fortsetzen. Das hat für die Beschäftigten mitunter auch finanzielle Konsequenzen, denn das ohnehin niedrige Entgelt, das sie erhalten, muss von den Werkstätten erwirtschaftet werden.”

In manchen Einrichtungen, so der Sozialdemokrat weiter, hätten Entgelte daher bereits abgesenkt werden müssen. „Das ist inakzeptabel“, betont Welt. „Deshalb begrüßen wir ausdrücklich, dass dieses Problem durch die Unterstützung des Bundes zumindest für dieses Jahr gelöst werden konnte und der Senat die Umsetzung für die Werkstätten in Bremen und Bremerhaven heute auf den Weg gebracht hat.“

Für Welt kann dies aber nur ein erster Schritt sein. „Als SPD-Fraktion setzen wir uns dafür ein, dass die Entgelte der Beschäftigten in den Werkstätten auch über das Ende des Jahres 2020 hinaus abgesichert werden – und hier sehen wir vor allem den Bund in der Verantwortung, durch weitere Zuschüsse das Einkommen der Menschen mit Beeinträchtigung  zu sichern”, sagt er und fügt an: „Aber auch in Bremen müssen wir tätig werden. Denn viele Menschen mit Beeinträchtigung konnten ihre Tätigkeit in einer Werkstatt bis heute nicht wieder aufnehmen – schlicht weil ihr individuelles Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken zu hoch ist. Für diese Menschen braucht es ein Konzept, um etwas gegen den Verlust der bisher gewohnten Tagesstruktur und die zunehmende soziale Vereinsamung zu unternehmen.  Für mich steht fest: Menschen mit Beeinträchtigung dürfen nicht zu den großen Verlierern der Corona-Pandemie gehören. Deswegen müssen wir ihnen auf unterschiedlichem Weg die Hilfe organisieren, die sie nun brauchen.“

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