Winfried Brumma: „Mehr frische Küche an Bremer Ganztagsschulen!“


Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bremen wird für drei weitere Jahre vom Bund und mit bremischen Mitteln gefördert und kann ihre Arbeit fortsetzen. Dies erfuhr jetzt der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Winfried Brumma bei einem Besuch der Einrichtung in der Violenstraße, die sich als zentrale Anlaufstelle für sämtliche Anliegen rund um die Schulverpflegung versteht.

Eine gesunde und leckere Grundversorgung von Kindern und Jugendlichen gewinnt an Bedeutung – schließlich bieten immer mehr Bremer Schulen gebundenen oder offenen Ganztagsunterricht an. Mit rund neun Millionen Euro unterstützt Bremen dem Leiter der Vernetzungstelle, Michael Thun, zufolge  jedes Jahr die Verpflegung der Schülerinnen und Schüler.

In der Hälfte der gebundenen Ganztagsschulen würde inzwischen vor Ort gekocht – „Frischküche“ ist das erklärte Ziel der Schulverpflegungs-Netzwerker.

„Bei den Ganztagsschulen, die jetzt und in den kommenden Jahren neu gegründet werden, sollten wir wo immer möglich ‚echte‘ Küchen und nicht nur Aufwärmküchen schaffen, damit die Schülerinnen und Schüler optimal versorgt werden können“, unterstützt Winfried Brumma die Strategie der Vernetzungstelle, den Frischküche-Anteil weiter zu steigern.

Voll ausgestattete Küchen seien von den Einrichtungskosten her erst einmal teurer, so Michael Thun, die Kosten würden sich nach wenigen Jahren jedoch amortisieren. Denn die Ausgabe angelieferter und dann aufgewärmter Speisen koste pro Mahlzeit etwa 30 Cent mehr als eine frisch zubereitete.

Handlungsbedarf sehen Thun und Fachreferentin Denise Klußmann bei der Qualitätskontrolle: Die Hyghiene sei in allen Bremer Schulen „einhundertprozentig“ gewährleistet. Aber ob die Catering-Firmen, die die Essen zubereiten und liefern, auch nach der Auftragsvergabe an sie die vereinbarten Kriterien einhalten, würde nicht überprüft. Zertifikate allein würden nicht genügen, unterstrich Thun, „davon gibt’s Hunderte am Markt“.

Sinnvoll seien auch spezielle Aus- und Fortbildungsangebote für Köchinnen und Köche in der Kinder- und Jugendverpflegung. Ernährungsphysiologische Themen, Organisatorisches und Kommunikationsfragen könnten auf dem „Stundenplan“ stehen. Winfried Brumma: „Ich würden mich freuen, wenn wir ein entsprechendes Modellprojekt in Bremen einrichten könnten.“

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