Wohnraumförderung

Zwischennutzung vorhandener Mobilbauten zum Zwecke des Wohnens ermöglichen

 

Mehr Wohnraum für Studierende schaffen!


In Bremen wohnen derzeit nur rund 6 Prozent (32.000 Studierenden) in einem Wohnheim des Studentenwerks, bundesweit liegt die Versorgung dagegen bei knapp 10 Prozent. Selbst mit den geplanten 400 neuen Plätzen steigt die Quote nur auf rund 7 Prozent. Bremen hat also eindeutig Nachholbedarf. Auch wenn die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Bremen im Vergleich zu vielen Groß- und Uni-Städten bislang weniger schwierig ist, verschärft sich die Situation mehr und mehr: Verschiedene Nutzergruppen und insgesamt zunehmend mehr Menschen konkurrieren um günstigen Wohnraum. Die Schaffung von Wohnheimplätzen dient somit nicht nur der Zielgruppe der Studierenden, sondern hat auch entlastende Wirkung auf den Wohnungsmarkt insgesamt.

Zunächst gilt es dabei zu prüfen, ob perspektivisch freie Kapazitäten als Wohnraum genutzt werden können. Dabei sind insbesondere die Bedarfe jener Zielgruppen in den Blick zu nehmen, die derzeit Schwierigkeiten auf einem angespannten Wohnungsmarkt haben (z.B. wohnungslose Menschen, Großfamilien, Geringverdiener/innen, aber auch Studierende).

Dabei sind die Auswirkungen auf den Haushalt des Sozialressorts im Rahmen einer kaufmännischen Berechnung von erzielbaren Deckungsbeiträgen unter Abzug der gegebenenfalls notwendigen Investitionen darzustellen.

Wie fordern den Senat auf, unter anderem ein Konzept vorzulegen, aus dem standortscharf hervorgeht, ob und welche in den nächsten drei Jahren freiwerdende Kapazitäten endgültig oder in Form einer Zwischennutzung als Wohnraum umgenutzt werden können und sollen, als Ziel anzustreben, dass neben anderen ggf. geeigneten Standorten zumindest die für die Flüchtlingsunterbringung vorgesehenen Appartements des Neubauobjekts „Anne-Conway-Straße“, vom Studentenwerk übernommen werden und spätestens zu Beginn des Wintersemester 2018/19 auf den Markt kommen und ein Vermarktungs- und Verwaltungsinstrument für diese Wohnraumkapazitäten aufzuzeigen oder im Bedarfsfall zu entwickeln.

 

Teilen via:
FacebookTwitter