Internationales

 

Kooperation mit Yad Vashem soll ausgeweitet werden


Am 22. November 2018 wurde eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und dem Bremer Senat unterzeichnet.

Ziel ist es, das gegenseitige Verständnis für Geschichte und Gesellschaft sowie die Fortbildung von Lehrkräften zu fördern und den Dialog zwischen deutschen und israelischen Lehrkräften zu erleichtern. Die Unterrichtsmaterialien und Fortbildungen, die dabei durch die Gedenkstätte Yad Vashem zur Verfügung gestellt werden, stellen das Schicksal einzelner Menschen ins Zentrum und fördern so Interesse und Empathie für jüdische Lebenswelten vor, während und nach dem Holocaust. Dieses ‚Lernen über den Holocaust‘ ist unverzichtbar und kann dabei helfen, aus der Geschichte für die Zukunft zu lernen.

In anderen Bundesländern beschränkt sich die Zusammenarbeit mit Yad Vashem nicht ausschließlich auf Lehrkräfte. In Nordrhein-Westfalen werden auch Studienreisen für Richterinnen und Richter bzw. Staatsanwältinnen und Staatsanwälte regelmäßig durchgeführt. Diese Fortbildungskooperationen wurden 2016 erweitert um Studienreisen für angehende Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte des gehobenen Dienstes während des Fachhochschulstudiums und im Rahmen der curricularen Möglichkeiten in der Ausbildung für den höheren Polizeivollzugsdienst an der Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol). Eine entsprechende Vereinbarung hat das Ministerium für Inneres und Kommunales (MIK) im Dezember 2015 auf der Basis der Gemeinsamen Absichtserklärung mit Yad Vashem geschlossen. Weiterhin sind gemeinsame Veranstaltungen der Bildungsträger in der polizeilichen Aus- und Fortbildung und Yad Vashem in Nordrhein-Westfalen zu polizeigeschichtlichen oder berufsethischen Themen geplant.

Im Rahmen der neuen Bildungskooperation zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Gedenkstätte im Fachbereich Polizei wurde vereinbart, dass gemeinsam mit Yad Vashem Studienmaterialien für die Studierenden des Bachelorstudienganges Polizeivollzugsdienst erstellt und aufbereitet werden. Die Materialien sollen z. B. Rolle und Selbstverständnis der Polizei im historischen Kontext, Antisemitismus, Extremismus, Werteorientierung oder interkulturelle Kompetenz betreffen. Die Kooperationspartner unterstützen sich bei der wissenschaftlichen Informationsgewinnung und bei Veranstaltungen zu polizeirelevanten Themenstellungen, bei denen historische und ethische Fragestellungen bearbeitet werden. Darüber hinaus sind auch jährliche Studienfahrten der Studierenden der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (FHöV NRW) vorgesehen.

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