Kleingärten

 

Zukunft der Kleingärten


Wie lässt sich das Kleingartenwesen in Bremen auch für die Zukunft sichern? Genau mit dieser Frage soll sich der Kleingartenentwicklungsplan befassen. „Wir brauchen in unserer Stadt einen echten, gemeinsamen Diskussionsprozess, um am Ende wirklich gute Lösungen zu erreichen. Schon vorauseilend Festlegungen zu treffen, bringt uns nicht weiter“, betont der baupolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jürgen Pohlmann, und kritisiert das Umweltressort. „Statt, wie nun aus der Behörde zu hören ist, von vornherein darauf zu setzen, leerstehende Kleingartenflächen als Grünflächen zu erhalten, setzen wir darauf, dass in der anstehenden Diskussion auch neue, konstruktive Ideen eine Rolle spielen müssen.“

Pohlmann weiter: „Das Angebot des Landesverbandes der Gartenfreunde auch über die Nutzung nicht mehr benötigter Gärten als Bauland zu reden, greifen wir Sozialdemokraten gerne auf. Wir haben schon im Vorfeld deutlich gemacht: Für uns ist der Verkauf und die Bebauung leerstehender Kleingartenflächen, bei der die Veräußerungserlöse in die Neustrukturierung, den Erhalt und die Attraktivitätsverbesserung der auch weiterhin tatsächlich benötigten Kleingartenflächen fließen, definitiv eine Option.“

Letztlich gehe es daher nicht nur darum, dringend benötigtes Bauland zu schaffen. Im Mittelpunkt steht vor allem, auf diese Weise einen klaren Beitrag zur Zukunftssicherung des Kleingartenwesens in Bremen zu leisten. „Wir wollen keineswegs Kleingärten ‚betonieren‘ – im Gegenteil: Wir wollen Kleingartengebiete bedarfsgerecht und langfristig erhalten. Die Reduzierung von Leerständen und deren Umwidmung für Wohnungsbauzwecke soll diesem Ziel dienen“, so Pohlmann.

Der SPD-Baupolitiker abschließend: „Auch um in diesem Sinne weiter im Gespräch zu bleiben und wirklich gute Lösungen zu finden, trifft sich unsere Fraktion zu ihrer nächsten Sitzung im FlorAtrium, dem Haus der Gartenfreunde. Denn für uns steht fest: Statt schon heute ‚Basta-Positionen‘ zur Zukunft der Kleingärten festzuschreiben und eine mögliche Bebauung rundweg abzulehnen, ist es an der Zeit, dass das Ressort seine eigentliche Arbeit erledig und zügig den Prozess der Erstellung eines Kleingartenentwicklungsplans unter Beteiligung der Kleingärtnerorganisationen abschließt.“

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