Sprungbrett oder Sackgasse – Die zweijährige Berufsausbildung

Donnerstag, 4. Dezember 2014, ab 15.30 Uhr im Treffpunkt Kwadrat, Hanseraum, Wilhelm-Kaisen-Brücke 4, 28199 Bremen

Kurze Berufsausbildungen führen nach nur zwei Jahren zu einem beruflichen Abschluss. Sie vermitteln weniger komplexe Inhalte und gelten Befürwortern als ein geeigneter Weg, auch weniger leistungsfähige oder aus anderen Gründen einer Ausbildung eher fern stehende junge Menschen für eine berufliche Qualifizierung zu gewinnen.

Dagegen steht die Befürchtung, eine kurze Berufsausbildung qualifiziere nicht ausreichend, sei damit eher ein Einstieg in lebenslange prekäre Beschäftigung als eine nachhaltige Basis für existenzsichernde Berufstätigkeit. Ein zentraler Punkt bei der Bewertung dieser Berufsausbildungen ist daher die Frage der Durchlässigkeit zu höherwertigen Berufsabschlüssen – also die Möglichkeit, auch nach der „Kurzausbildung“ durch Qualifizierung oder Weiterbildung vorankommen zu können.

In dem Fachgespräch möchten wir die Chancen und Risiken kurzer Berufsausbildungen, die unter anderem im Zusammenhang mit der beschlossenen Ausbildungsgarantie durchaus kontrovers diskutiert werden, abwägen. Außerdem soll erörtert werden, welche konkreten Voraussetzungen für sinnvolle zweijährige Berufsbildungsangebote im Land Bremen gegeben sind oder geschaffen werden sollten.

Dabei soll es sowohl um betriebliche Ausbildungen gehen als auch um die in Fachschulen vermittelten Berufsabschlüsse. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Frage, ob die überwiegend von Frauen genutzten zweijährigen Ausbildungsgänge tradierte Geschlechterrollen festschreiben oder was zu tun ist, damit gerade dies nicht geschieht.

Zu Beginn der Veranstaltung wird Prof. Dr. Georg Spöttl, Institut für Technik und Bildung der Universität Bremen (ITB) in einem Impulsvortrag die Chancen und Risiken zweijähriger Berufsausbildungen beleuchten, bevor anschließend eine Podiumsdiskussion zum Thema beginnt.

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